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  • heimisch 01/2021

    Von Grund auf gut geplant

    Lange vor dem ersten Spatenstich beginnt die Planung fürs Eigenheim – und wer richtig plant, spart Geld, Zeit und Nerven. Hier sind sieben hilfreiche Tipps von echten Planungsprofis.

    Ganz am Anfang steht eine Idee, eine Vision vom eigenen Haus, ein noch vager Traum, wie das Eigenheim aussehen könnte. Und dann kommen Architekten und erwecken die Idee plötzlich zum Leben: Sie zeichnen, messen aus und prüfen, was möglich ist – und plötzlich entstehen Pläne, Bilder und der Traum vom Eigenheim nimmt ziemlich konkrete Formen an.

    Architekten wie Carolin Jakob-Grund und Alexander Grund wissen genau, wie man aus vagen Ideen konkrete Pläne macht: Sie kennen sich seit dem Studium, waren zusammen in England und Dubai, bevor sie 2011 ein Architekturbüro in München gründeten. Seitdem leiten sie gemeinsam die Grund Architekten GbR in Weißenfeld, mit mittlerweile acht Mitarbeitern. Ihr Büro liegt in einem umgebauten Gutshof, hier ist Alexander Grund aufgewachsen. Neu- und Umbauten gehören daher gleichermaßen zum Portfolio, 2013 erweckten sie etwa die alte Brennerei Weißenfeld zu neuem Leben, bauten sie in eine Kindertagesstätte um, ohne dass der historische Brennerei-Charme verloren ging.

    www.grundarchitekten.de

  • 7 nützliche Tipps der Grund Architekten zur Eigenheim-Planung

    1. Profis ranlassen

    „Es gibt Dinge, die kann man selbst machen – aber manches sollte man besser Profis überlassen: Wir Architekten kümmern uns nämlich nicht nur um Entwürfe und Pläne – sondern auch ums Baurecht: Was darf überhaupt gebaut werden? Liegt das Grundstück in Bebauungsplangebiet oder muss ich mich an der Nachbarschaft orientieren? Das sind oft zähe Verhandlungsphasen mit verschiedensten Stellen. Hinzu kommen technische Fragen, die wir bei der Planung und später direkt auf der Baustelle klären. Einige denken, sie könnten das alles selbst übernehmen und die Vergabe managen, aber man muss bedenken: Das ist ein Vollzeitjob, das geht nicht nebenbei. Bei uns laufen hingegen alle Fäden zusammen, wir begleiten die Gewerke am Bau. Und wenn was ist, sind wir greifbar.“

    2. So wird aus ersten Ideen ein Bauplan

    „Am besten kann man sich anfangs anhand handgefertigter, professioneller Skizzen vorstellen, wie etwas aussehen könnte: Darauf sieht man schon was, gleichzeitig ist nichts in Stein gemeißelt. Bei Skizzen kommen Ideen, es entsteht ein Dialog. Wir zeichnen daher anfangs viel per Hand. Natürlich bieten wir auch Computer Rendering, also Bauzeichnungen, die fast wie Fotos aussehen, aber gerade in der Anfangsphase der Planung sollte es Platz und Raum für Ideen und individuelle Wünsche geben.“

    3. Bauen, dass es auch in 20 Jahren noch passt

    „Wir entwerfen zeitgenössische Häuser, denn es ist wichtig, dass man sich auch in 20 Jahren noch in seinem Zuhause wohlfühlt. Daher richten wir uns nicht nach Trends. Weiß, Grau, Holz und Beton sind zeitlos und passen auch in vielen Jahren noch. Zudem sollte man auch beim Heizen oder Kühlen an morgen denken: Wir setzen daher auf erneuerbare Energien, weil man das Haus ja vielleicht auch irgendwann mal wieder verkaufen will.“ 

    4. Materialien geschickt kombinieren

    „Wir stehen für eine aufs Wesentliche reduzierte, klare Formensprache und führen gerne unterschiedliche Materialien wie Holz, Beton oder Metall zusammen. Gerade Beton in Kombination mit Holz macht es wohnlich. Auch verschiedene Putzstrukturen, helle Leibungen oder Sichtbeton erzeugen eine spannende Optik. Und Holz kann durch verschiedene Färbungen auch sehr unterschiedlich wirken.“

    5. Neubau vs. Umbau

    „Wer sanieren oder umbauen will, hat ein ungleich höheres Risiko gegenüber einem Neubau: Bestehende Substanz muss eingeschätzt werden, die Planung ist aufwändiger und es lauern unangenehme Überraschungen. Auch die Kosten sind weniger vorhersehbar, steht das Projekt unter Denkmalschutz, wird es noch komplizierter. Aber: Es lohnt sich! Und es ist wichtig, dass man nicht alles abreißt, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit und Tradition schätzt und erhält.“

    6. Wichtigstes Werkzeug in der Bauphase

    „Das Handy. Das klingelt bei uns bis zu 60 Mal am Tag, ohne geht es nicht.“ 

    7. Bares Geld sparen

    „Gute Planung spart Geld. Baukosten kann man beispielsweise durch eine kluge Raumaufteilung senken. Daher schauen wir genau hin, wie der Kunde wohnen will, wie die Familienplanung aussieht, was baurechtlich möglich ist. Auch beim Material kann man sparen: An manchen Stellen braucht man hochwertiges Material, woanders reicht auch ein günstigeres, optisch gleichwertiges. Beispielsweise, wenn eine Tür nur viermal am Tag benutzt wird.“ 

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